Ordnungsliebe als bürgerliche Tugend
Die Ordnungsliebe gilt als bürgerliche Tugend. Sie hatte die soziale Funktion das wirtschaftliche Überleben des Bürgertums gegenüber dem Adel zu sichern. Der Adel lebte von seinen Pevilegien und konnte sich auf Grund seiner Stellung im absolutistischen Staat leisten nachlässig zu sein. Diese Nachlässigkeit konnte sich das Bürgertum nicht leisten, wenn es überleben wollte.
Das Bürgertum, wollte es im Leben Erfolge erzielen, musste Tugenden entwickeln, um zu Geld zu kommen. Neben der Ordnungsliebe zählten Sparsamkeit, Fleiß, Reinlichkeit und Pünktlichkeit zu den Tugenden, die ökonomischen Erfolg mit sich brachten. Das Bürgertum kreditierte den Adel und gewann somit immer mehr Einfluss am Hof. Die bürgerlichen Tugenden trugen somit zum gesellschaftlichen Aufstieg einer ganzen Bevölkerungsgruppe bei. Zuletzt war das Bürgertum so erstarkt, dass der Adel oftmals Schuldner bei den Bürgern wurde. So konnte das Bürgertum Zeit gewinnen, die sie zur Machtentwicklung nutzen konnten. Die Ordnungsliebe findet sich wieder im ökonomischen Prinzip; denn wer Ordnung hält braucht weniger Zeit zum suchen und kann seine Ressourcen besser nutzen.
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